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Produkte | AquaGreen® | Produkte für Schwimmteiche

Einleitung

Mitte der 80iger Jahre wurde die Schwimmteichtechnik in Österreich entwickelt. Seither hat sich der Schwimm- und Badeteich mehr und mehr im Bereich der Freizeitgestaltung, als auch als Alternative zu privaten und kommunalen Schwimmbädern bzw. Swimmingpools etabliert. Der Bau von Schwimm- und Badeteichen ist mittlerweile zum Exportschlager geworden und erfreut sich auch im Ausland immer größerer Beliebtheit. Alt- sowie Neuteichbesitzer möchten als Idealvorstellung einen reinen Naturteich, ohne jegliche Technik als Schwimmteich betreiben. Eine weitere Anwendergruppe akzeptiert im gewissen Umfang eine technische Ausrüstung, um eine Wasserreinigung gezielter optimale Badewasserqualität zu erreichen.
In den vergangenen Jahren konnten umfangreiche Erfahrungen gesammelt werden, insbesondere wie Fehler beim Bau und Betrieb von Schwimmteichen vermieden werden können. Um die AquaGreen®-Produkte effektiv und mit max. Wirkungsgrad einsetzen zu können, ist es daher unumgänglich, die Randbereiche genauer zu betrachten und zu erläutern. Nur bei einer ganzzeitlichen Konzeption und deren entsprechende Umsetzung ist auch nach Jahren die Funktion und der Betrieb eines natürlichen Schwimmteiches mit guter Badewasserqualität möglich. Die nachfolgenden Erläuterungen sollen dem Interessenten einen Überblick über den Stand der Technik der wichtigsten Planungs- und Ausführungsschritte sowie einige weitere Vorschläge und Tipps zur Optimierung des Schwimmteichbetriebes vermitteln. Natürlich ist diese relativ junge Technik noch in der Phase der Weiterentwicklung, so dass nur ein genereller Überblick vermittelt werden kann.

Planung

Bevor der Neubau bzw. Umbau vorhandener Teichanlagen zu einem Schwimm- und Badeteich begonnen werden kann, muss zunächst einmal festgelegt werden, mit welcher Technik der Schwimmteich betrieben werden soll. Hier gibt es neben der sogenannten Eintopf- bzw. Einkammertechnik, auch die Zweittopf- bzw. Mehrkammersysteme, die grundsätzlich festlegen, in welcher Art und Weise der Schwimm- und Regenerationsreinigungsbereich konzipiert werden soll.

Bei der Eintopf/Einkammertechnik handelt es sich um einen gemeinsamen Teich, in dem der Bereich schwimmen und der Bereich Regeneration/Wasseraufbereitung sich befindet. Dabei wird von der gesamt zur Verfügung stehenden Fläche, ca. 50-60% für den Regenerationsbereich abgetrennt. Also bleibt für die effektive Nutzung, d.h. zum Schwimmen ein Bereich von 40-50% übrig. Der nicht zum Schwimmen zur Verfügung stehende Teil, wird als nicht durchströmter Filter, in Form eines sogenannten Bodenfilters, der mit Wasserpflanzen und Uferpflanzen bepflanzt wird, konzipiert. Eine Abwandlung von dieser Grundvariante ist eine zirkulierende, durchströmte Variante, die z.B. durch den Betrieb einer Pumpe und der Gestaltung eines künstlichen Bachlaufes eine gewisse Umwälzung des Wassers durchführt. In Ergänzung hierzu kann dann noch eine Filterzone geschaffen werden, durch die das Wasser strömt, um die Reinigungsleistung zu verbessern. Diese Einkammer/Eintopfsysteme sind die üblichen Systeme, für kleinere Schwimmteiche mit geringer Publikumsfrequenz.

Bei dem Zweitopf/Mehrkammerschwimmteich wird der zuvor beschriebene Regenerationsbereich in einen zweiten komplett getrennten Bereich ausgelagert. Wiederum wird als Basistechnologie ein Bodenfilter (Retentionsbodenfilter, siehe Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterInformationsschrift Nr 47)

verwendet, jedoch wird das Wasser vom Schwimmbereich mittels einer Umwälzpumpe in die Aufbereitungszone gepumpt, um hier gezielt gereinigt zu werden. Generell wird diese Technik bei einer stärkeren Frequentierung bezüglich Schwimm- und Badebetrieb verwendet. Auch ist hiermit die reine Schwimmzone deutlich größer als bei der zuvor beschriebenen Einkammertechnik. Für den Wasserverbrauch ist die Zweikammertechnik sehr ökonomisch, da bei längeren Trockenständen, z.B. bei anhaltend guten Sommerwetter, der schwankende Wasserstand über den Regenerationsbereich kompensiert werden kann, ohne das Frisch-/Neuwasser hinzu gegeben werden muss. Eine Weiterentwicklung des Mehrkammersystems besteht aus weiteren Becken, so dass in dem Becken für die Schwimmtätigkeit komplett auf eine Bepflanzung und Vegetation verzichtet werden kann. Der gesamte Regenerationsbereich ist hier ausgelagert und bietet sich bei hohen Frequenzen z.B. beim Schwimmbetrieb in öffentlichen Bereichen an.
Der Hauptunterschied zur herkömmlichen Bädertechnik bleibt jedoch, dass auf die sehr aufwendige Wasseraufbereitung in Form von mechanischen Tiefen oder Oberflächenfiltern einer Behandlung mit Ozon, Chemikalien wie z.B. Chlor einer Behandlung mittels UV-Generatoren u.ä. Techniken komplett verzichtet wird.

Nach der Philosophie des  BGS AquaGreen®-Systems, die speziell für kleinere Schwimmteichanlagen auslegt wurde, steht der klassische Naturteich mit entsprechender natürlicher Wasserbehandlung im Vordergrund. Nur in den absolut unvermeidbaren Bereichen, wie z.B. Umwälztechnik (Pumpen, Skimmer, Ventil und Regeltechnik) sowie bei der Dichtungsbautechnik (z.B. Folien, Kapillarsperren, etc.) wird die jeweilige Technik mit den natürlichen Komponenten kombiniert.

Grundsätzlich hat sich in den vergangenen Jahren die Erkenntnis entwickelt, dass das Verhältnis zwischen Regenerations- und Schwimmbereich mindestens bei 1:1 liegen sollte und dass je kleiner der Schwimmteich konzipiert wird, desto mehr Technik und Aufwand für eine gute Wasserqualität eingesetzt werden muss. Kleinstanlagen, ohne jeglichen Einsatz von Technik, sind daher mittelfristig bezüglich der Betriebs- und Wasserqualitätsanforderungen nicht zu empfehlen. Als Kleinstanlagen werden Badebereiche zwischen 20 – 80m² definiert, darüber hinaus, d.h. > 80m² bis 250m² werden als Normal/Privatanlagen definiert, die als reine Naturanlagen konzipiert und betrieben werden können.

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